Hallo! Alle gut rübergerutscht? Oder rutscht ihr noch/wieder? Soll ja auch in Deutschland inzwischen etwas Schnee liegen.
Ein gutes neues Jahr Euch.
Kauen, Festen, Ploppen in Málaga
Am 31.12. und 01.01. war ich in Malaga, oder bin durchgefahren. Das Durchfahren war nicht so nett, weil ich aus dem Fenster des Busses, mit dem ich um 06:30 in Guadix startete, ein ziemlich chaotisches und leider sehr vermülltes Bild von Malaga geboten bekam. Anne und Marcus holten mich vom Busbahnhof in Malaga ab und es ging weiter nach Rincón de la Victoria. Dort sah es schon wesentlich schöner aus.
Kartenansicht in Google-Maps
Der Tag verlief dann sehr gut und es kamen wieder sehr starke Urlaubsgefühle auf, als wir am Strand von Rincón einen Kaffee tranken.

Blick auf das Mittelmeer von einem Strandcafe in Rincón
Danach ging es zurück ins Haus und wir begannen langsam mit unserem Beitrag zum Sylvesteressen: Vier Apfelstrudel mit Vanille-Eis.

Ilona füllt einen weiteren Strudel
Wieder (nachts) in Malaga angekommen und nachdem wir einen schönen Parkplatz gefunden hatten, ging es zur Sylvesterfeier bei Alicias Familie. Das Essen war klasse und ein wenig wunderte mich das Verhalten einiger weiblichen Gäste, die in kleinen Schälchen vor sich liegende Weinbeeren häuteten und entkernten. Zwölf an der Zahl, wie ich später erfuhr. Das hängt mit dem Sylvester-Brauch in Spanien zusammen, zu jedem großen Gongschlag um 0:00 Uhr eine Weinbeere zu essen und, falls man das geschafft hat, das neue Jahr glücklich und gesund zu verleben. Nach dem Ritual verstand ich auch die Mädels und ihr Trauben-Tuning.

Warmschlucken und Warten auf die zwölf Gongs
Versucht es doch selber einmal: Zwölf Weinbeeren in zwölf Sekunden zumindest in den Mund zu bekommen!
Nach dem anschließenden Korkenploppen und Anstoßen separierten sich die Anwesenden und wir besuchten erst ein paar Bekannte von Alicia und Marcus und gingen danach zu einer Botellón, einer öffentlichen Straßenparty, auf einem Platz in Málaga. Ein fetter Böller, der direkt bei uns explodierte, kühlte mein Gemüt schlagartig ab und animierte uns, ein abschließendes Bierchen in einer Kneipe zu trinken und dann „nach Hause“ zu fahren.
Am Neujahrstag war noch mal Urlaub am Strand angesagt, bevor es nach Guadix zurückging.

Blick gen Osten am Strand von Rincón
Schauen, Essen, Shoppen in Almería
Am Sonntag besichtigten wir mal wieder Almería. Und es war wieder interessant und neu, was ich sah. Diesmal waren es die „Refugios de Almeria“, ein unterirdisches Schutzbunkersystem, ca. 4,5 km lang und 1,6 m breit und zwischen 8 und 12 m tief. Es bot zu Zeiten des spanischen Bürgerkriegs in den 30ern ca. 40.000 Menschen Schutz und damit gab es mit anderen Schutzbunkern zahlenmäßig ausreichend Platz für alle Almerienser (Eingang zum Bunker-Museum und Ausgang auf Google-Maps; der Ausgang ist die „Telefonzelle“ in der Mitte des Bilds).
Auf deutsch fand ich keine Seite, aber wen es interessiert: hier ist ein Link zu einer englischsprachigen Kurzerklärung mit ein paar kleinen Bildern. Ein erklärender Film, der auch im Bunker in mehreren Teile gezeigt wird ist auf YouTube zu sehen unter dem Stichwort: „Refugios de Almería.
Danach gingen wir noch Kaffee trinken und Chorritos, ein fettes Spritzgebäck, essen und anschließend warfen wir uns in das Sonntagabendliche Getümmel eines offenen Einkaufszentrum zum Shoppen. Erlegte Beute: ein Armband und ne Jeans.
Fahrt nach Guadix und Abendessen. Ende dieses Tages.
Höhlen, Fahren, Hannes stoppen in Granada
Am Montag den 05.01. war ich mit Ilona nach dem Frühstück unterwegs in Guadix, um zum einen Karten für die Alhambra zu besorgen (was wir dann doch übers Internet erledigten) und zum anderen das Höhlenmuseum zu besuchen. Nach einigem Hin- und Hergelaufe (wir hätten es auch so gefunden), fragten wir einen älteren Herren nach dem Weg und er sagte uns, er gehe den gleichen Weg, ob wir mit ihm mitlaufen wollten. Während des Marsches dorthin, sagte er uns, er habe selber eine Höhlenwohnung – ob wir seine Wohnung sehen wollten. Er habe nichts dagegen und lade uns gerne ein. So kamen wir zu einer ungewöhnlichen Besichtigung einer bewohnten Höhle und zu einer netten Geschichte, die uns Fernando erzählte. Er zeigte uns sein Gästebuch, Briefe aus aller Welt und Familienfotos und erzählte noch einiges dazu. Abschließend empfahl er uns den Besuch eines Aussichtspunkts und meinte, das richtige Museum würde sich für uns nun nicht mehr lohnen.

Die Küche

Die Küche in der anderen Richtung

Eine der Schlafkammern

Fernando vor seinem Haus mit Ilona
So gingen wir weiter durch das Höhlenviertel auf der Suche nach dem Aussichtspunkt. Und das war nicht so einfach. Als Anlage aus öffentlicher Hand sind wir davon ausgegangen, es wäre gut zu finden und leicht hizukommen. Es stellte sich als anders heraus. Die Straße, die von der Aussichtsplattform in die Stadt führte, hörte nach ca. 150 m auf und ging in eine glitschige Matschpiste über, die von unten kommend gar nicht als Zugang zu erkennen war.

Auf dem Trampelpfad im Vordergrund kamen wir hoch und die (unvollendete) Zufahrt querte dann!
Hoch kamen wir also über Umwege, Müll und sozusagen querfeldein. Oben angekommen war der Blick allerding fantastisch.

Der fantastische Blick, abgesehen vom Müll im Vordergrund

Es gibt sehr arme Höhlenbewohner, aber auf Flickr sieht man auch sehr hübsche Höhlen

Die Aussichtsplattform

Noch ein kleiner Gruß vom Team: Wachhund und Wachgans (Supervisor)
Nach einem Imbiss zu Hause folgte an diesem Abend ein Besuch Granadas, der sich auch als ungeplant verlaufend herausstellte. Nur noch kurz:
- Fahrt über die Landstraße
- Orientierungslos in Granada
- Alhambra dann gefunden
- Zu Fuß und mit dem Bus in die Stadt
- Dort Karnevalsumzüge – Nein, Dreikönigsumzüge
- Hauptstraße gesperrt – totales Chaos – kaum durchzukommen
- Hannes ruft an, er wäre um 21:40 am Busbahnhof
- Wir (Anne, Ilona und ich) machen ein Plan (20:30)
- Anne stellt Hans-Peter am Busbahnhof ab
- Ilona und ich shoppen
- Anne fährt mit dem Bus (20:55) in die Stadt (soweit es geht)
- Hannes ruft an (21:00), er wäre doch schon da
- Ilona und ich kämpfen uns durch die Massen, treffen auf Anne
- Fahrt zum Busbahnhof zurück (Kehrt auf dem Absatz)
- Hannes abgeholt, nach Guadix gefahren und gegessen!
- Schöner Tag mit vielen Überraschungen!
- Bett / Ende
Bilder zu Granada folgen die Tage. Eine Benachrichtigung erspare ich mir Euch aber wieder.
Heute (06.01.) Kurrieren – leicht erkältet
Morgen (07.01.) Büro, arbeiten
Bis dann
Extranjuan