Monatsarchiv: Dezember 2011

Back in Egypten

So – nach ein paar Tagen in good old Germanien jetzt wieder im traditionsreichen Land der Pharaonen.

Nach den ersten Schneeflocken auf der Fahrt nach Hannover (gähn), gab es beim Blick aus dem Flugzeug Schnee satt (wow).

In der Maschine, A321, hatte die Lufthansa schon die neue Generation Gestühl mit sehr dünner Lehne verbauen lassen. Das ergibt zwei Sitzreihen (12 Plätze) mehr. Und die Rückenlehne des Vordermannes wandert noch näher auf einen zu, habe ich das Gefühl. Die Maschine war komplett ausgebucht und der einzige freie Platz befand sich in meiner Dreierreihe. Ahmed und ich hatten Glück. Schön.

Taxifahrt vom Flughafen zur Wohnung wie immer: Viel Gehupe – wenig Wirkung! Hauptsache vorgedrängelt (statistisch gesehen auch ohne Wirkung). Und gut, dass ich den Weg schon kannte. So konnte ich den Taxifahrer im letzten Teilstück dirigieren. Punktlandung für 100 L.E. (1 Euro = 7,80 Pfund [L.] Egypt [E.]).

Vor der Nachtruhe gab es noch etwas bei einem Kairoer Chinesen: Pilzsalat, gegrilltes Beef mit Kartoffeln, Eggplant mit Kartoffeln und Teigtaschen mit Fleisch und einer leckeren Knobi-Sauce. Dazu natürlich Reis und leckeres Sakara (Bier mit 4 Vol% Alk). Gesamtpreis für zwei Personen: 140 L.E.

Noch ne kurze Arbeitsbesprechung und dann ab ins Bette. Gute Nacht!

Wechselwetter zu Weihnachten

Die Kontraste sind riesig. Am Donnerstag Flug nach Deutschland aus einem Land, in dem man selbst eher leicht bekleidet erscheint, im Vergleich zu den anderen. Das Temperaturempfinden ist unterschiedlich.

Abheben mit Kameraaussicht auf die Startbahn, aus einer Stadt, die sich ihren Nebel zum großen Teil selber macht. Ein paar Stunden Flug in einem Airbus A330-200. Bei der Landung wieder mit eingeschalteter Bugkamera. Einzig erkennbar die durch den Fahrtwind zur Seite huschenden Tropfen des frankfurter Regens. Dann taucht sie doch auf, die Landebahn, und in diesem Augenblich setzen wir auch schon auf. Für mich ist die Landung immer wieder spannend und diesmal mit der Bugkamera ein besonderes Erlebnis.

Samstag ist nochmal ein Tag der Besorgungen und Vorbereitung für den Heiligen Abend im Kreis der Familie. Und ich bekomme auch noch einen Platz in einem Auto nach Hannover für den 24. um 9 Uhr morgens. Perfekt.

Die Fahrt führte durch Regen in Gießen, Schnee auf den kasseler Bergen und wieder leichten Nieselregen in Hannover, bei teilweise ziemlich starkem, böigen Wind. Richtig kalt ist es aber nicht.

Meine Mutter hatte sich eine minuziöse Regieanweisung zurecht geschrieben, die wir natürlich alle zu befolgen hatten. Es war, wie jedes Jahr, ein tolles, ideenreiches und überraschendes Ereignis. Bescherung erfolgt am Abend nach leckeren veganen Frikadellen mit veganem Nudelsalat und zwei netten und besinnlichen Weihnachtsgeschichten. Meine Schwester verblüffte und erheiterte uns besonders mit selbstgetrockneten Früchten und selbstgebackenen Keksen, die sie aus einem Bauchladen heraus an uns verkaufte. Die bunten Teller füllten sich also diesmal nach eigenem Wunsch und Geschmack. Das war Klasse und alles ist richtig lecker. Und so saßen wir bis spät in die Nacht, futterten und freuten uns riesig über kleine und große Geschenke, dass wir zusammen sein und mal wieder so ein schönes harmonisches Fest feiern konnten.

Euch allen eine ruhige Weihnacht, schöne, erholsame Tage mit Euren Familien und einen guten Rutsch in das hoffentlich erfolgreiche Jahr 2012.

Im neuen Jahr werde ich wieder aus Ägypten schreiben, weil ich am 28. nach Kairo zurückfliege. Bis dahin sag ich Tschüss

Euer John

Geschützt: Meim Heinweg und Umzug

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Sun&Nil

Nil zwischen Hotel und Sonnenuntergang

Angekommen – alles gut – jeden Tag jede Menge Verkehr – vom unablässigen Hupen jeden Abend in den Schlaf gewogen – jeden Morgen mit Blick auf den Nil aufgewacht – hundert Kilometer hin, hundert zurück – dabei erfahren, dass alles auch und trotzdem aber irgendwie und anders geht.

Nächtlicher Verkehr vor meiner Tür - und der Traum bleibt auch davor!

Zur Zeit der Aufnahme war es schon richtig ruhig. Aber das Hupen hört nicht auf – nie. Schließlich müssen die anderen ja mitbekommen, dass man auch auf der Straße fährt, dass man kommt, dass man einfach DA ist. Hier gilt zwar das Recht des Rücksichtsloseren, aber kaputt gemacht wird trotzdem nichts mit Absicht. Naja, wer nachgibt, kommt halt später an. Nachgeben macht aber eigentlich keiner. Kommste trotzdem später an, hat der andere eben noch weniger nachgegeben. Kommt vor. Inschallah.

Übrigens laufen hier alle mit Jacken bzw. warm angezogen herum (Ich auch, ehrlich). Ist ja auch Winter und der Äquator ist noch weit weg. Kairo (Wüstenklima) liegt auf der Höhe von New Orleans (feucht gemäßigtes Klima).

Auf GoogleMaps ist hier meine Arbeitsstätte zu finden. Vor dem Gebäude in der Mitte könnt Ihr mich vielleicht entdecken, wenn Ihr ganz genau hinschaut und den richtigen Moment erwischt. Hinweis: Bei uns ist es eine Stunde später.